<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
    <title>Verwaltungsgericht Stuttgart - Pressemitteilungen 2017</title>
    <link>https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Presse/Pressemitteilungen+2017</link>
    <description>Aktuelle Meldungen von: Verwaltungsgericht Stuttgart</description>
    <language>German</language>
    <copyright />
    <webMaster>info@rss.bwl.de</webMaster>
    <lastBuildDate>Thu Apr 09 06:20:46 CEST 2026</lastBuildDate>
    <docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
    <image>
      <url>/pb/site/pbs-bw-rebrush-jum/get/params_E-1654434934/3984965/landeswappen_klein.png</url>
      <title>Verwaltungsgericht Stuttgart</title>
      <link>https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Presse/Pressemitteilungen+2017</link>
    </image>
    <item>
      <title><![CDATA[Stopp für Windrad in Braunsbach (Landkreis Schwäbisch Hall)]]></title>
      <link>https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/4988359</link>
      <description><![CDATA[PRESSEMITTEILUNG vom 22.03.2017<div class="basecontent-pbsbw---html-editor" id="anker4988365">
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;"><span style="line-height: 150%;">Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Beschluss
vom</span> 15. M&#228;rz 2017 auf den Eilantrag des Landesnaturschutzverbandes Baden-W&#252;rttemberg e.V. und des Naturschutzbundes
Deutschland - Landesverband Baden-W&#252;rttemberg e.V. (Antragsteller) die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen eine
Windenergieanlage auf einem Grundst&#252;ck der Gemarkung Jungholzhausen wiederhergestellt (Az.: 13 K 9193/16). Damit darf die bereits
fertiggestellte Anlage derzeit nicht betrieben werden.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;">Der (beigeladenen) Bauherrin war am 08. Februar 2016 durch das Landratsamt
Schw&#228;bisch Hall unter Anordnung des Sofortvollzugs die immissionsschutzrechtliche Genehmigung f&#252;r die Errichtung und den Betrieb
der Windenergieanlage ORL 6 (Nabenh&#246;he 149 m, Rotordurchmesser 101 m) erteilt worden.&#160;</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;">Nach Auffassung der 13. Kammer des Verwaltungsgerichts bestehen ernstliche Zweifel an
der erteilten Genehmigung, da aller Voraussicht nach umweltrechtliche Vorschriften verletzt seien. Das Landratsamt habe zwar eine
allgemeine <strong>Vor</strong>pr&#252;fung mit dem Ergebnis vorgenommen, dass von der geplanten Windenergieanlage keine erheblichen
nachteiligen Umweltauswirkungen ausgehe und eine Umweltvertr&#228;glichkeitspr&#252;fung deshalb nicht erforderlich sei. Dieses Ergebnis
begegne jedoch erheblichen Bedenken. <span style="line-height: 150%;">Denn in Bezug auf den Rotmilan k&#246;nne ein signifikant
erh&#246;htes T&#246;tungsrisiko durch die Errichtung und den Betrieb der Windenergieanlage ORL6 nicht ausgeschlossen werden. Da nach der
allgemeinen Vorpr&#252;fung</span> <span style="line-height: 150%;">unklar geblieben sei, ob und mit welcher Gewissheit mit dem Auftreten
erheblicher nachteiliger Umweltauswirkungen zu rechnen sei, m&#252;sse im vorliegenden Fall eine Umweltvertr&#228;glichkeitspr&#252;fung
durchgef&#252;hrt werden.</span></p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%;">Wie das Landratsamt in der Genehmigung selbst festgestellt habe, sei das der Anlage
benachbarte Lietenholz nach wie vor als Brutwald f&#252;r den Rotmilan einzustufen. Auch habe d<span style="line-height: 150%;">as
Landratsamt zun&#228;chst - wie aus den Verfahrensakten hervorgehe - aufgrund der &#8222;4 bis 5 Flugbewegungen&#8220; von Rotmilanen im
Raster der Windenergieanlage ORL6 und &#8222;11 bis 13 Flugbewegungen&#8220; in angrenzenden Rasterfeldern im Westen eine signifikante
Erh&#246;hung des T&#246;tungsrisikos f&#252;r Einzelindividuen angenommen; Vermeidungsma&#223;nahmen seien hier nicht wirksam. Wie das
Landratsamts auf dieser Grundlage die Entscheidung habe treffen k&#246;nnen, dass eine Umweltvertr&#228;glichkeitspr&#252;fung nicht
durchzuf&#252;hren sei, erschlie&#223;e sich dem Gericht nicht.</span> <span style="line-height: 150%;">Auch die Landesanstalt f&#252;r
Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) habe in ihrer Stellungnahme Bedenken gegen die Schlussfolgerung ge&#228;u&#223;ert, ein
Kollisionsrisiko k&#246;nne ausgeschlossen werden.</span>&#160;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: black; font-family: 'Arial (W1)','sans-serif'; mso-bidi-font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman';">Gegen
diesen Beschluss ist die</span> <span style="font-family: 'Arial (W1)','sans-serif'; mso-bidi-font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman';">Beschwerde <span style="color: black;">an den Verwaltungsgerichtshof Baden-W&#252;rttemberg gegeben, die innerhalb von zwei Wochen nach</span> Bekanntgabe
der Entscheidung eingelegt werden kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'Arial (W1)','sans-serif'; mso-bidi-font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman';">&#160;</span></p>
</div>]]></description>
      <pubDate>Wed Mar 22 00:00:00 CET 2017</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>

